Lust auf ein Date?

Seit Herbst 2013 gibt es Tinder nun auch in Deutschland. Tinder ist eine Dating-App die auf Facebook Daten zugreift. Ein Foto und 500 Zeichen stehen zur Verfügung um sich zu präsentieren. Oberflächlicher geht’s nimmer. Nichtsdestotrotz oder vielleicht gerade wegen seiner Oberflächlichkeit hat das App einen steten Zulauf. Laut Tinder nutzen bereits 64% der US-Bürger das App.

Die Macher von Tinder halten nichts von klassischer Werbung. Wie also konnten sie innerhalb so kurzer Zeit eine solche Bekanntheit erreichen?

Sozial Influencer
Einflussreiche, bekannter Nutzer die über Tinder berichten, sich als Nutzer outen oder es empfehlen. Es schürt natürlich die Neugierde – insbesondere der männlichen Nutzer – wenn man angeblich mit Katy Perry oder Lindsay Lohan chatten kann. Und wenn die schon auf Tinder sind!

Launch Partys
Die erste offizielle deutsche Launch Party fand im Februar in Berlin statt. Eingeladen wurde über Facebook, was ja auch naheliegend ist. Das Ganze findet unter dem Motto statt „Have a drink, dance & enjoy your Matches“. Party machen und dabei im Gewühl per Handy-App Flirtpartner kennenlernen. Quasi die Tupperware Party für junge Großstadtsingle. Und davon gibt’s ja reichlich.

Word of Mouth PR
Hier vor allem Presse-Storys von Prominenten Nutzern. Richtig gut kommt es natürlich wenn Promis, wie die neuseeländische Snowboarderin Rebecca Torr während der Olympischen Winterspiele über das tindern der Olympioniken twittert. Da hat man doch gleich die gewünschte medienwirksame Aufmerksamkeit.

Guerilla Marketing
„I saw you on Tinder“ Graffitis werden beispielsweise zur Zeit in verschiedenen Großstädten an die Wände gesprüht. Da will man doch gleich wissen was das ist. Ein neuer Hype, den man natürlich nicht verpassen will.

Fazit
Unkonventionelles Massenmarketing. Simpel, aber wirksam. Der Produktnutzen? Flirten, Spaß und unkompliziertes Kennenlernen. Quasi ein digitale Aufreißer.

Sehr gute Ausrichtung auf die Zielgruppe und ihre Engpässe. Es hat inzwischen 60-70% Single in den Großstädten. Die sich meist mehr mit ihrem Smartphone als mit den Menschen in ihrer Umgebung beschäftigen.

Offen ist allerdings noch, ob sich diese Marke langfristig halten wird und durch welche Features Gewinn generiert werden kann.


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